hat in dieser Woche die Vive Pro für dieses Frühjahr angekündigt. Die führt zwar keine neue Generation ein, wird jedoch als Upgrade für echte VR-Nerds noch in diesem Jahr angeboten. Für manche Menschen mag der Weg über die 1.5 Vive ein fauler Kompromiss sein, doch im Endeffekt zeigt HTC damit, wie sich VR-Technologie weiterentwickeln sollte.

Vive Pro: ?

HTC Vive Pro

Wenn eine neue Konsole auf den Markt kommt, dann stellt sich oft die Frage, ob die Konsole auch abwärtskompatibel sein wird. Häufig hat man noch Spiele der alten Generation offen, die man zukünftig gerne noch spielen würde, ohne einen Konsolen-Park anlegen zu wollen. Bei Peripherie für den PC ist die Frage jedoch überflüssig: Maus, Tastatur, Monitor und Co. lassen sich nach eigenen Vorlieben wählen und auch mit einem 4K Monitor bleiben alten Titel spielbar. VR-Brillen befinden sich technisch irgendwo zwischen einer eigenen Plattform und Monitor mit passenden Eingabegeräten. Dementsprechend liegt es an den Herstellern, wie es um die Kompatibilität zwischen aktuellen und zukünftigen Generation bestellt sein wird.

Upgrade-Pfad Vive Pro

HTC geht mit der Vive Pro einen sehr eleganten Weg, denn die 1.5 Brille wird einige neue Features bieten, ein besseres Display besitzen und zudem kommt optional das SteamVR 2.0 Tracking zum Einsatz. Gleichzeitig wird aber kein Nachteil für Besitzer der herkömmlichen Vive entstehen, denn die Systeme sind so ähnlich, dass eine Portierung durch die Entwickler wohl großteils überflüssig sein sollte. Auch eine Nutzung der neuen Brille mit alten Trackern ist möglich. Zudem wird HTC die Brille mit leicht veränderten Vive Controllern ausliefern, aber auch zukünftig eine Kompatibilität zu den Knuckles Controllern herstellen. Das zeigt, wie offen HTC mit dem Vive-System umgeht.

Neue Entwicklungen werden nicht ewig für eine zukünftige Generation aufgehoben, sondern direkt als Upgrade zur Verfügung gestellt. In diesem Fall will der Hersteller die Vive Pro zuerst als reines Headset anbieten, womit ein echter Upgrade-Pfad verfügbar sein wird. Später soll dann das Komplett-Set erscheinen und auch Neueinstiger ansprechen. Ob HTC allerdings diesen Kurs bei einer Vive 2 beibehalten wird, ist zwar noch völlig offen. Doch die stetige Veröffentlichung von Zubehör könnte ein Hinweis darauf sein, dass auch zukünftig bei HTC ähnlich verfahren wird. Vielleicht wird es auch nie eine Vive 2 geben, sondern Controller, Brillen und Tracker werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten in neuen Varianten veröffentlicht.

Vergleich Auflösung VR Headsets, Compare resolution Pimax Oculus Rift HTC Vive

Zwar könnte man HTC vorwerfen, dass sie ihr Zubehör und ihre Erweiterung auch auf das eigene System beschränken und somit eine geschlossene Plattform aufbauen, doch mit Valve als Partner steht zumindest anderen Herstellern die Möglichkeit offen, ebenfalls auf das SteamVR-Tracking zu setzen und sich in das Ökosystem einzupflegen. Zwar nicht auf dem Viveport, doch Steam ist für Gamer ohnehin der beliebteste Shop.

Steam: Der Schlüssel zur gemeinsamen Plattform

An diesem Punkt wird auch die Macht von Valve deutlich: An Steam kommt niemand vorbei und eventuell erweist sich dieser Umstand als riesiger Vorteil für die Spieler. Microsoft, Oculus, HTC, Xiaomi und Co. basteln alle an ihren eigenen Stores, welche eine Heimat für die VR-Brille des entsprechenden Herstellers sein soll. Das ist ungefähr so, als würde der PC durch ein Zubehör zur Konsole degradiert. Doch Valve führt auf Steam die unterschiedlichen Systeme zusammen und schafft eine gemeinsame Plattform für alle VR-Brillen. Valve könnte also dafür sorgen, dass zukünftig eventuell auch unterschiedliche Systeme kombinierbar sind, was die VR-Brillen zu dem machen, was sie eigentlich sind: ein Zubehör.

Oculus Home Screenshot

Der Oculus || Quelle: Oculus

Aktuell ist es jedoch so, dass die VR-Brillen oder die VR-Controller nicht als eigenständiges Zubehör funktionieren. Dies liegt aber nicht daran, dass die Ideen hinter den Produkten so unterschiedlich sind, sondern daran, dass es keinen gemeinsamen Standard gibt. In den kommenden Jahren wird sich aber sicherlich eine Technologie herauskristallisieren, auf die sich die unterschiedlichen Hersteller einigen können. Das diese Technologie von Valve kommt, ist dabei nicht unwahrscheinlich. Denn immerhin hat Steam für Entwickler und Hersteller einen großen Vorteil, denn der Store hat sich schon zum Standard für Gamer entwickelt.

oculus go

Gespannt dürfen wir sein, wie Oculus auf den Zwischenschritt von HTC reagieren wird. Aktuell ist für dieses Jahr nur die Oculus Go geplant und die Auslieferung der Development Kits der Santa-Cruz-Brille. Sollte Oculus kein Upgrade für die aktuelle Generation anbieten und keine neue in Aussicht stellen, könnte das Unternehmen viele Enthusiasten an HTC verlieren.



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